Was bedeutet UV400? UV-Schutz und Sonnenbrillen-Kategorien einfach erklärt

Kurz gesagt: UV400 bedeutet, dass die Gläser ultraviolettes Licht mit Wellenlängen bis 400 Nanometer blocken – also UVA- und UVB-Strahlen. Die Kategorie 3 ist etwas anderes: Sie gibt an, wie dunkel die Gläser sind, also wie viel sichtbares Licht durchkommt. Und „polarisiert“ ist noch einmal etwas anderes: ein Filter gegen Blendung durch spiegelnde Flächen. Eine gute Sonnenbrille für jeden Tag hat UV400-Schutz und eine Kategorie, die zum Licht passt, in dem du unterwegs bist. Polarisation ist ein optionales Extra.

Die drei Angaben stehen oft direkt nebeneinander auf dem Etikett – kein Wunder, dass sie gern verwechselt werden. Hier erfährst du, was jede einzelne bedeutet, worin sie sich unterscheiden und wie du eine Sonnenbrille vor dem Kauf prüfst.

Was bedeutet UV400 bei Sonnenbrillen?

Ultraviolettes Licht (UV) ist unsichtbare Strahlung der Sonne. Am Boden kommen UVB (etwa 280–315 nm) und UVA (etwa 315–400 nm) an; UVC wird von der Atmosphäre abgefangen. Gläser mit der Angabe UV400 filtern UV-Strahlung bis 400 nm heraus und decken damit den gesamten UVA- und UVB-Bereich ab.

Oft liest du auch „100 % UV-Schutz“ oder „UV 400“. Gemeint ist in der Praxis dasselbe: Das Glas hält die UV-Strahlung ab, die für deine Augen relevant ist. Was UV400 dir nicht verrät, ist, wie dunkel das Glas ist. Ein helles Glas kann UV400 haben – und ein sehr dunkles Glas kann einen richtigen UV-Filter vermissen lassen.

Was bedeutet Kategorie 3 – und ist das dasselbe wie UV400?

Nein. Die Kategorie (auch Filterkategorie oder „Cat.“) beschreibt, wie viel sichtbares Licht durch das Glas fällt. Sie ist in der europäischen Norm für Sonnenbrillen, EN ISO 12312-1, festgelegt und reicht von 0 bis 4:

KategorieDurchgelassenes sichtbares LichtTypischer Einsatz
080–100 %Klar oder kaum getönt; Komfort und Look, nicht für Sonne
143–80 %Leicht getönt; bewölkte Tage
218–43 %Mittel getönt; mäßige Sonne
38–18 %Dunkel getönt; starke Sommersonne – die klassische Sonnenbrillen-Kategorie
43–8 %Sehr dunkel; Hochgebirge, Gletscher und Schnee. Nicht zum Autofahren geeignet

„UV400, Kategorie 3“ heißt also: Das Glas blockt UV bis 400 nm und ist dunkel genug für starke Sonne. Die beiden Angaben beantworten unterschiedliche Fragen – und du willst beide auf dem Etikett sehen.

Ist UV400 dasselbe wie polarisiert?

Nein. Polarisierte Gläser haben einen Filter, der Licht blockt, das von flachen Oberflächen wie Wasser, nasser Fahrbahn, Schnee oder einer Motorhaube zurückgeworfen wird. Dieses reflektierte Licht nimmst du als Blendung wahr. Polarisation sorgt in solchen Situationen für ein ruhigeres, kontrastreicheres Bild, bringt aber für sich genommen keinen UV-Schutz – auch ein polarisiertes Glas braucht einen UV-Filter, um deine Augen zu schützen.

Polarisierte Gläser haben auch Nachteile: Manche Displays von Handys, im Auto oder am Geldautomaten wirken dunkel oder fleckig, und manche Skifahrer bevorzugen unpolarisierte Gläser, weil die Spiegelung auf Eis eine nützliche Warnung sein kann.

Kategorie 2, 3 oder 4 – und polarisiert oder nicht: Was brauchst du wofür?

  • Alltag in der Stadt und Sommerurlaub: UV400 und Kategorie 3. Polarisation ist nett, aber kein Muss.
  • Autofahren bei Tageslicht: UV400 mit Kategorie 2 oder 3. Nie Kategorie 4 am Steuer und keine getönte Brille bei Dunkelheit.
  • Segeln, Angeln oder lange Tage am Wasser: UV400, Kategorie 3 – und polarisiert, wenn dich Blendung stört.
  • Hochgebirge und Gletscher: UV400 mit Kategorie 4, am besten mit guter seitlicher Abdeckung.
  • Graue, bewölkte Tage: UV400 mit einem helleren Glas der Kategorie 1 oder 2. UV-Strahlung dringt auch durch die Wolkendecke, selbst wenn es sich nicht sonnig anfühlt.

Wie erkennst du, ob eine Sonnenbrille guten UV-Schutz hat?

  1. Achte auf „UV400“ oder „100 % UV-Schutz“ – auf dem Etikett, der Produktseite oder der Innenseite des Bügels.
  2. Achte auf die Kategorie (0–4). In der EU steht sie oft innen auf dem Bügel oder auf dem Etikett als „Cat. 3“.
  3. Achte auf die CE-Kennzeichnung. Sonnenbrillen, die in der EU verkauft werden, müssen sie tragen. Damit erklärt der Hersteller, dass die Brille die geltenden Sicherheitsanforderungen erfüllt.
  4. Verlass dich nicht auf Tönung oder Preis. Ein dunkles Glas ohne UV-Filter kann schlimmer sein als gar keine Sonnenbrille, weil sich deine Pupillen hinter der Tönung weiten und mehr UV hereinlassen. Der Schutz kommt vom Filter, nicht vom Preisschild.

Welchen UV-Schutz haben Sonnenbrillen von ECO SHADES?

Alle Gläser von ECO SHADES bestehen aus recyceltem PMMA und sind auf jeder Produktseite als zertifiziert UV400 angegeben. Unsere Sonnenbrillen aus pflanzlichem Acetat – Fassungen, die pflanzenbasiert, zu 100 % biologisch abbaubar und industriell kompostierbar sind – sind zusätzlich als Kategorie 3 angegeben. Ein Beispiel ist die runde Costa Blue mit grau getönten Gläsern. Unsere Gläser sind nicht polarisiert, und wir verkaufen sie auch nicht als polarisiert.

Du möchtest lieber eine Fassung aus recyceltem Plastik? Alle Modelle unserer Kollektion aus recycelten Materialien haben dieselben UV400-zertifizierten Gläser aus recyceltem PMMA – in Fassungen, die in Dänemark designt wurden.

Häufige Fragen

Ist UV400-Schutz gut genug?

Ja. UV400 deckt den gesamten UVA- und UVB-Bereich bis 400 nm ab und entspricht damit dem, was oft als „100 % UV-Schutz“ bezeichnet wird.

Sind dunklere Sonnenbrillen besser für die Augen?

Nicht automatisch. Die Tönung (Kategorie) sorgt für Komfort bei hellem Licht. Vor UV schützt der UV-Filter – achte also unabhängig von der Tönung immer auf UV400.

Darf ich mit einer Sonnenbrille der Kategorie 3 Auto fahren?

Ja, Kategorie 3 ist bei Tageslicht zum Autofahren geeignet. Gläser der Kategorie 4 sind zu dunkel fürs Auto, und in der Dämmerung oder nachts solltest du ohne Sonnenbrille fahren.

Schützen polarisierte Sonnenbrillen besser vor UV?

Nein. Polarisation reduziert Blendung, der UV-Schutz kommt vom UV-Filter. Ein polarisiertes Glas ohne UV400 schützt deine Augen nicht vor UV-Strahlung.